Handgemacht - dieser Begriff bedeutet für uns mehr als der Verzicht auf unnötigen Einsatz von Technik Er beschreibt eine Arbeits- und Lebens-Philosophie, die im alltäglichen Leben ihren Ausdruck findet:

 

 

Im Weinberg liegt der Ursprung aller Qualität. Deshalb wurde seit 1987 der Abstand zwischen den Rebzeilen im Weinberg auf 2,60m verdoppelt, um den Stöcken mehr Licht, Luft, Sonne und Raum zum Wachsen zu geben. In den breiten Zwischenräumen gedeihen Wildkräuter, die den Boden lockern und düngen und allerlei Nützlinge anlocken. Hier dienen Marienkäfer und andere Insekten als natürliche Schädlingsbekämpfer, der Einsatz chemischer Spritzmittel wird auf ein Minimum reduziert. So arbeiten wir naturnah und umweltschonend.
 

 

 

Durch die verringerte Stockanzahl und die veränderte Erziehungsweise (Vertico nach Dr. Cargnello) fielen einige Arbeitsgänge ganz weg, andere wurden erleichtert. So kamen wir unserem Ziel, ökonomisch und zukunftsorientiert zu arbeiten, ein entscheidendes Stück näher. Maschinen werden lediglich zur Bodenbearbeitung (Eggen, Pflügen) genutzt. Alle anfallenden Arbeiten an den Stöcken werden von Hand verrichtet.

 

 

Die Lese erfolgt ausnahmslos per Hand, der Einsatz von Vollerntern o.ä. kommt für uns nicht in Frage. Diese traditionell bewährte Arbeitsweise schont Trauben und Rebstöcke und ermöglicht bei der Lese durch manuelle Selektion eine weitere Qualitätssteigerung. 2001 haben wir auf Ganztraubenpressung umgestellt. Die Trauben gelangen nun unbeschadet in die Presse und so weniger Trübstoffe in den Wein.
 

 

Foto: Friedrich Schmitz

 

 

 

Im Keller erfolgt der Ausbau sorten - und lagenrein in Eichenholzfässern und Edelstahltanks. Durch unseren Keller fließt eine natürliche Quelle, die für Kühle und hohe Luftfeuchtigkeit sorgt und somit eine langsame Vergärung gewährleistet. Zu diesem Zeitpunkt sind Geduld, die nötige Ruhe und Erfahrung im Umgang
mit den jungen Weinen sehr wichtig. Den Winter hindurch bietet eine lange Reifephase ihnen die Möglichkeit, sich ungestört zu entwickeln. Das Abfüllen in Flaschen erfolgt erst im Mai.

 

 

 

Foto: Friedrich Schmitz

 

Der Verkauf des neuen Jahrgangs beginnt nach einer weiteren Ruhephase Ende August auf unserem traditionellen Hoffest. Die einzige Ausnahme bilden hier unsere als "Sommerweine" beliebten Sorten Rivaner, Ortega und Weißburgunder und 2001 erstmals als Rosé ausgebauter Regent.
 

 

Handgemacht ist übrigens auch die Endkontrolle der Flaschen, bevor sie in den Verkauf gehen. Beim Ettiketieren wird jede Flasche einzeln auf eventuelle Korkstückchen im Wein überprüft, nur einwandfreie Exemplare gelangen zum Kunden.

Während die meisten Weine hier schon getrunken werden, ist für einige ausgewählte Sorten der Weg noch nicht zu Ende. Ihnen steht eine weitere Entwicklungsstufe bevor: die Versektung. Seit über 20 Jahren haben wir unseren eigenen Winzersekt im Angebot. Rebsortenrein und handgerüttelt wird er nach der "Méthode Champenoise", der traditionellen Flaschengärung, hergestellt.
2002 gibt es jetzt zum ersten Mal vier verschiedene Sorten - Riesling- und Elbling-Sekte der Geschmacksrichtungen brut und extra-trocken.
 

 

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